Udo Fichtner ist Head of Group Human Resources bei der Plansee-Gruppe mit Sitz in Reutte im Tirol. Zudem engagiert er sich in der Fachgruppe Strategisches Personalmanagement im Bundesverband der Personalmanager. Er hat eine ganz einfache, pragmatische Kennzahl „entwickelt“, um den Stand der Vertrauens- und Verantwortungskultur in seinem Unternehmen zu messen: Den E-Mail Posteingang.

Vertrauen als Essenz in der Führung ist in aller Munde und es ist auch eine wichtige Essenz von Frechmut. Ich meine: Eine gewisse Grundzuversicht und Vertrauen in die eigene Stärke und in diejenige Anderer sind unabdingbare Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. Diese Grundhaltung nimmt Abstand von der Vorstellung, mit DIN- oder anderswie genormten Systemen alles kontrollieren, beherrsch- und voraussehbar machen zu können. Vor diesem Hintergrund bin ich über einen erfrischenden Artikel über Vertrauen und Mails von Udo Fichtner gestossen. Ich habe ihn einfach mal kurz dazu befragt, wie er darauf kommt, E-Mails als Messgrösse für die Vertrauenskultur im Unternehmen zu sehen und wie er es selber mit den E-Mails so hat.

Herr Fichtner, wie viele neue E-Mails haben Sie heute in Ihrem Posteingang vorgefunden?

Udo Fichtner: „Bis 14:03 Uhr genau 18“.

… das waren auch schon mehr?

Udo Fichtner: „Früher eher 30 – 40 um diese Zeit.“

Ihr Rezept?

Udo Fichtner: „Verantwortung anderen übertragen – und wenn dann etwas schief läuft, die Verantwortung dafür selbst übernehmen. Und viel miteinander reden. VIEL.“

Das ist alles?

Udo Fichtner: „Ja. Ist das etwa nichts?“

Stimmt, recht hat er. Unter dem Titel „Die E-Mail Horror Picture Show“ nimmt Fichtner den Kampf gegen den E-Mail Tsunami auf. Lesenswert!

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