WhatsApp ist in unserem Alltag so normal wie Mails schreiben oder der Händedruck bei der Begrüssung. Die Kommunikation über diesen Messenger ist schnell, direkt und schnörkellos. Ihn auch für den Dialog mit Bewerberinnen und Bewerbern einzusetzen, liegt auf der Hand. Der Gastronomiebetreiber SSP zeigt, wie herrlich unverkrampft es gehen kann. 

Vor ein paar Monaten hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit dem wunderbaren Ideenpapst Martin Gaedt einen Workshoptag mit den Fraport-Gastronomen zu bestreiten. Ein grossartiger Tag mit richtig tollen Firmen und spannenden Menschen, die gerne umsetzen statt zu lamentieren.

Dabei wurde so ganz nebenbei auch eine meiner zahlreichen Bildungslücken geschlossen. Unter anderem verstand ich, dass nicht alle Betriebe, auf denen Starbucks, Jamie Oliver oder Burger King drauf steht, auch von diesen Marken selber betrieben werden. Oft ist es nämlich der multinationale Verkehrsgastronom SSP, der diese Gastronomieeinheiten in Franchise betreibt. Klassischer Fall also von grossem Unternehmen, aber auf dem Arbeitsmarkt unbekannt.   

Wenn, wie im Fall der Gastronomie, die Margen tief sind, sollten wenigstens die Ideen abheben. Eine davon picke ich heraus, und zwar von ebendieser SSP. Auf deren Instagramkanal entdeckte ich diese etwas andere Stellenanzeige (weitere Inspirationen für etwas andere Werbeinserate für Stellen gibt’s zum Beispiel hier):

 

„Erzähl uns, wer Du bist und wann Du anfangen kannst, gerne über WhatsApp…“. Das geht runter wie Öl. Was für eine herrlich unkomplizierte Aufforderung, was für ein ungekünsteltes Deutsch. So eine Instagram-Stellenanzeige ist eine feine Sache. Unglaublich einfach und erst noch kostenlos. 

Ähnlich schön kommt das auch auf den Stellenanzeigen daher – nicht auf allen, oder noch nicht. Aber auf einigen. Dort gibt Ramona Nowacki, die ich seinerzeit am Workshop bei Fraport getroffen habe, noch einen drauf: 

Das ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach gut gemacht. Da wollte ich ebenso einfach mal nachfragen und noch ein paar Dinge klären. Ramona Nowacki aus dem HR-Marketing Team war zum Glück gerade am Arbeitsplatz, als ich mit meiner Anfrage reinplatzte (ist nur ein ganz klein wenig gestellt die Szene, aber Storytelling darf das): 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die machen das wirklich gut, die von SSP. An dieser Stelle wollte ich mich ja eigentlich von Ihnen mit meinem gewohnten „Auf Wiederlesen“ verabschieden, just in diesem Moment kam mir Marcel Holenstein in die Quere. Der ist Projektleiter bei AS Aufzüge in Zürich ist wie andere auch mit Hochdruck auf der Suche nach gut qualifizierten Handwerkern. Zaubern statt zaudern scheint die Devise des Machers zu sein, darum hat er flugs ein Video (dessen Hauptdarsteller mich fast ein wenig an den legendären Bürgi aus Wiehl erinnert) mitsamt WhatsApp-Bewerbung erstellt.

 

 

Und auch hier: Marcel Holenstein antwortet umgehend auf meine Nachricht auf WhatsApp. Auch hier ein herzliches Daumen hoch für so viel Bewerbernähe und viel Glück bei der Suche nach Talenten.

Jetzt aber: Auf Wiederlesen