Ich bin Linus Spitz und als HR-Nichtfachmann zeige ich euch, was einem als Laien so auf Karriereseiten ge- und auffällt. Heute: Die Karriereseite von siroop. Gleich zu Beginn werde ich von einem virtuellen Chatpartner überrascht: „Ziemlich aussergewöhnlich, finde ich“.

Auf Jobsuche bin ich momentan nicht, trotzdem chatte ich natürlich kurz mit dem siroop Team. So simpel die Chat-Anwendung für mich als User ist, so ausgeklügelt muss wohl der Algorithmus dahinter sein. Nach der schönen Spielerei beginne ich, selbst zu lesen. Mit viel Witz und Liebe zum graphischen Detail werde ich in die siroop Welt hineingezogen. Das macht Lust zum Scrollen. Okay, die blaue Wellen-Animation, die beim Scrollen auftaucht, nervt ein wenig, aber das ist Geschmackssache.

Wie ich es als Kind mit der Zeitung gemacht habe (und wir es – seien wir ehrlich – alle auch heute im Web noch machen), schaue ich mir zuerst einmal die Fotos an. Die Bilder der Büroräumlichkeiten erinnern mich irgendwie an einen Ausschnitt aus der neusten Hollywood Komödie „Office Christmas Party“, auch wenn hier im letzten Monat bestimmt keine Weihnachtsbäume Feuer fingen. Feiern ist ja einer der Unternehmenswerte bei siroop, die Fotos sorgen dafür, dass ich das auch tatsächlich glaube.

Nicht nur Hunden sind Goodies wichtig

Fringe-Benefits sind mittlerweile gar nicht mehr so nebensächlich, jedenfalls für meine Generation.

siroop bietet nebst zeitgemässen Arbeitnehmerbedingungen meiner Meinung nach nicht viel Interessantes. Aber von der Art, wie siroop diese Arbeitsbedingungen anpreist, kann sich jeder was abschneiden. Sie sind kompakt und übersichtlich dargestellt und anmächelig formuliert.

Da steht dann eben halt nicht: „Zentraler Arbeitsort mit Unterhaltungseinrichtungen und attraktiven Verpflegungsmöglichkeiten inkl. koffeinhaltige Heissgetränke.“

Nein, in siroop Sprache heisst das: „Tischkicker, gemütliche Coffee-Area und in bester Lage nahe HB Zürich. All you can drink Coffee and Tea. Umzingelt von multikulti Take-Aways und grosser Auswahl an Locations fürs Feierabendbier.“

 

Optisch geben auch die Unternehmenswerte etwas her. Einfach lässig, wie sie sich durch subtile Animation leicht bewegen und damit lebendig wirken. Diese „Commitments“ schaut sich auch jemand an, der momentan nicht aktiv auf Jobsuche ist. Nur über die doch recht häufige Verwendung Englischer Ausdrücke kann man sich streiten, mokiert jedenfalls meine Texter-Kollegin. Stimmt schon, jung und frisch wirken geht auch auf Deutsch.

Nachgefragt

So, jetzt reicht’s mit dem süssen siroop Phrasen, ich möchte wissen, was hinter den ganzen lieblichen Begriffen steckt. Dafür wollte ich Judith Oldekop und Yeshi Ngingthatshang von siroop im persönlichen Video-Interview auf den Zahn fühlen. Übrigens: Habt ihr schonmal eine Trinkflasche als Mikrofon verwendet?

 

Auf ein andermal

Linus