Manchmal ist eben mehr wirklich mehr – vor allem, wenn es augenzwinkernd gemeint ist. Die Vielseitigkeit des noch jungen Berufs „Schulkindbetreuer/in“ macht sich die Stadt Freiburg in der Personalwerbung zu Nutze. 

Normalerweise bin ich ja ein Anhänger von prägnanten Inseraten, die bei der Beschreibung der Aufgaben auf den Punkt kommen – oder auf fünf (Bullet-) Punkte, um genau zu sein. Doch manchmal darf es auch ein bisschen mehr sein, finde ich.

Die Stadt Freiburg im Breisgau zeigt, dass selbst über 20 Aufgaben nicht zwangsläufig übertrieben oder gar langweilig sein müssen. 

In der „Toscana Deutschlands“ werden händeringend  Schulkindbetreuerinnen und Schuldkindbetreuer gesucht. Dieser Job ist unglaublich abwechslungsgreich, das Fokussieren auf einige wenige Tätigkeiten fast unmöglich. Die Lösung: Alle – oder fast alle –  der Tätigkeiten aufführen… 

Die Idee lässt sich wunderbar visualisieren, zum Beispiel in Printinseraten, die richtig auffallen:

… funktioniert auch im Kino und den sozialen Medien…

… und sogar im Radio:

Eine tolle Schose. Florian Lehmann vom Personalamt der Stadt Freiburg ist denn eigentlich auch zufrieden mit dem Start der Kampagne. „Wir haben eine gute Resonanz, viele Feedbacks und positive Rückmeldungen, die besondere Stellenanzeige wird beachtet.“

Eigentlich? Was bedeutet das? Florian Lehmann: „Unser Vorgehen zahlt stark ein in die Bekanntheit des Berufs generell, sie ist gut für’s Image. Bei den Bewerbungen der angepeilten ausgebildeten pädagogischen Fachkräfte ist sie leider noch zu wenig spürbar.“

Lehmann führt dies auf den ausgetrockneten Markt bei den Erzieherinnen und Erziehern zurück. Auch andere Faktoren dürften eine Rolle spielen, die speziellen Arbeitszeiten oder die hohen Anforderungen zum Beispiel.

Ich wünsche den Freiburgern, dass die sich die erhofften Bewerbungen doch noch einstellen – verdient hätten sie es allemal. 

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