Mit fast 7000 Mitarbeitenden ist das Universitätsspital Basel eines der grössten Gesundheitszentren der Schweiz. Um die Vielfalt an Jobs und Menschen zu zeigen und die Vorteile besser zu inszenieren, setzen die Verantwortlichen seit Neuem auch auf Video. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, ist kein einfaches Unterfangen. Doch das ist ganz gut gelungen.

Der „cineastische Erstling“ der Basler überzeugt durch starke Bilder und eine überraschend frische letzte Meile Minute. Ein durchaus gelungener Mix aus schönen Bildern, Statements und auch ein bisschen Humor und Frische.

Aber sehen Sie doch selbst:

 

Ich habe bei Fabienne Vulliamoz, Leiterin Arbeitgebermarketing beim Universitätsspital Basel nachgefragt, um ein bisschen mehr zu den Hintergründen zu erfahren.

 

Frau Vulliamoz, warum setzen Sie neu auf Video? 

Fabienne Vulliamoz:

„Für uns war von Anfang an klar: Informationen zum Arbeitgeber kann jeder auf der Webseite nachlesen, diese müssen wir nicht noch filmisch verarbeiten – stattdessen wollten wir mit einem Imagefilm Emotionen und Persönlichkeit vermitteln. Dafür ist das Medium Film perfekt. Im Stil wollten wir uns von Imagefilmen abheben, die wirken, wie wenn der Inhalt einer Karrierewebseite wiedergegeben würde. Solche Videos gibt es leider viele – sie wirken konturlos und beliebig. Wir haben deshalb bewusst einen anderen Weg gewählt: Wir stellen die Mitarbeitenden ins Zentrum und lassen sie für uns sprechen – keine der Aussagen wurde vorgegeben oder abgesprochen – sie sind alle individuell und authentisch.“

 

Sie setzen auf schöne Bilder und starke Aussagen von Mitarbeitenden querbeet durch alle Hierchien und Berufsgruppen. Das ist schön und in informativ. In der letzten Minute wird’s dann etwas frechmutig. Dort finde ich bei den «Hoppalas» viele viele ähms, asos, jemand sagt «du bisch im Fall echt nonig de Checker» und ein Anderer «zog gerade den Bauch ein». Gab es intern keine Widerstände gegen dieses Konzept?

Fabienne Vulliamoz: „Im Gegenteil! Es ist ja schon etwas frechmutig, einen Chefarzt zu zeigen, der ‚Ich liebe Euch‘ in die Kamera ruft! Aber genau dieses Augenzwinkern macht den Film sympathisch und authentisch. Das könnte man in keinem Skript vorgeben – das muss entstehen und stehen gelassen werden! Die Mitarbeitenden wie auch die Geschäftsleitung haben dieses Konzept sehr positiv aufgenommen. Dies zeigt eben auch die Kultur, die hier gelebt wird.“

 

Viele HR-Kolleginnen und Kollegen befürchten bei solchen Videos ja, nicht genug Mitarbeitende dafür begeistern zu können. Wie schwierig war das bei Ihnen?

Fabienne Vulliamoz: „Überraschenderweise war dies überhaupt kein Problem. Ich hatte diese Befürchtung auch, zumal wir ja bisher noch keine Filme gedreht hatten und nun einen ersten Schritt wagten. Auch konnten wir den angefragten Personen keinen Skript in die Hände geben – sie wussten also nicht, worauf sie sich einliessen. Die einzige Information an sie war „erzähl uns mal, wieso Du gerne hier arbeitest“! Die Mitarbeitenden waren schnell zu begeistern, wir mussten also keine Überzeugungsarbeit leisten. Das war für uns die schönste Bestätigung und Arbeitgebermarketing pur!“

 

… und wie sind Sie bei der Suche nach den Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern vorgegangen?

Fabienne Vulliamoz: „Das war gar nicht so einfach! Wir wollten einen ausgewogenen Mix haben zwischen Berufsgruppe und Hierarchiestufen, aber natürlich sollten auch beide Geschlechter adäquat vertreten sein und eine gute Mischung bzgl. Alter und Nationalität erzielt werden. Da der Film in erster Linie ein Personalmarketinginstrument ist, haben wir natürlich hauptsächlich Mitarbeitende aus jenen Berufsgruppen zu Wort kommen lassen, bei welchen die Rekrutierung schwierig ist.“  

 

Sind noch mehr cineastische Höhepunkte im Rahmen Ihres Arbeitgeberauftritts geplant?

Fabienne Vulliamoz: „Danke für das Kompliment! Der Imagefilm war erst der Anfang. Damit wollten wir ein allgemeines Stimmungsbild vermitteln, welches nun mit weiteren Kurzfilmen zu einzelnen Schwerpunktthemen ergänzt und vertieft wird. Ich freue mich darauf, das Medium Film  für das Arbeitgebermarketing weiter einzusetzen und unseren eigenen Stil weiter zu entwickeln.“ 

Vielen Dank, Frau Vulliamoz, für die Informationen und weiterhin viel Freude beim Entwickeln des USB-Stils.

 

Auf Wiederlesen