Regelmässig staune ich Bauklötze über mir bisher unbekannte Firmen, die in Tat und Wahrheit wahre Champions sind. Schneider Electric ist so ein Unternehmen. Und weil es vielen anderen Arbeitnehmern wohl ähnlich wie mir geht, müssen sich solche „Hidden Champions“ etwas einfallen lassen, um sich auf dem Arbeitsmarkt Gehör zu verschaffen. Dabei sind Videos ein probates Mittel im Personalmarketingmix.

Schneider Electric ist ein internationaler Konzern mit einem 160.000 Mitarbeitenden in über 100 Ländern. Das Unternehmen bietet Lösungen in den Bereichen Energie und Infrastruktur, Maschinen– und Industrieautomation, Gebäudeautomation und Datenzentren.

Schneider setzt verstärkt auf Videos, um gerade auch seine mit Worten nur schwer fassbaren emotionalen Werte zu kommunizieren. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Ich habe mit Alexandra Hailzl gesprochen. Die studierte Juristin ist seit etwas mehr als zwei Jahren bei Schneider Electric Austria und verantwortlich für Human Resources.

Frau Hailzl, warum setzen Sie auf Videos?

Alexandra Hailzl: „Wir sind im Zeitalter von Social Media und hier gilt es, bei allem was man tut, authentisch zu bleiben. Wir haben 2014 entschieden, in allen unseren Jobpostings mit Bildern unserer eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Inseraten zu werben. Alle Kolleginnen und Kollegen, die wir angesprochen haben, waren sofort bereit ihr Gesicht und Lächeln zur Verfügung zu stellen. Das war der erste Schritt. Nun wollen wir das mit Videos umsetzen, weil wir der Ansicht sind, dass wir hier einen guten Einblick in den Berufsalltag geben können. Jede unserer Funktionen und Positionen ist sehr spezifisch, erfordert eine sehr gute Ausbildung und lebt letztendlich von Menschen – unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Schneider

Was zeichnet Ihre Videos aus?

Alexandra Hailzl: „Authentizität in erster Linie. Es zeigt wie wir arbeiten, gibt unsere Firmenkultur wieder und gibt einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Funktionen. Es können dadurch umfassendere Informationen vermittelt werden als es in einem Inserat überhaupt möglich wären zu beschreiben. Wir wollen die richtigen Kandidaten ansprechen. Sie müssen zu uns und unserer Kultur passen.“

War es schwierig Mitarbeitende zu gewinnen?

Alexandra Hailzl: „Wir sind in Österreich noch mitten im Prozess und die Dreharbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber wie auch bei der Ansprache zu den Fotos, zeichnet sich bei den Videos dieselbe Begeisterung ab. Einzelne Unternehmen im  Konzern haben aber bereits auf vielen online gestellten Videos die Begeisterung und Bereitschaft der Mitarbeitenden gezeigt.“

Lohnt sich der Aufwand?

Alexandra Hailzl: „Wir haben mehrere Angebote eingeholt. Letztendlich war es aber keine reine Preisentscheidung. Die Kosten sind tolerabel, wenn auch nicht günstig. Wir haben daher die Entscheidung getroffen, nicht viele unterschiedliche HR Projekte zu launchen, sondern den heurigen Schwerpunkt auf die Videos gelegt. Letztendlich ist es der logische nächste Schritt für uns nach der Inseratgestaltung durch Fotos mit unseren Mitarbeitenden. Den konkreten Nutzen bzw Mehrwert werden wir erst  im Laufe des Jahres konkret festmachen können. Wir sind aber vom Erfolg überzeugt.“

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

Wenn Sie Alexandra Hailzl live erleben wollen, geht am Besten da hin:
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Alexandra Hailzl wird wie Frechmut-Mitautor und Vorturner Robindro Ullah und Florian Schrodt der Social Talent Acquisition 2015 in Frankfurt teilnehmen, dem Stelldichein der Recruiting-Szene in diesem Frühjahr. Als Leserin oder Leser dieses Blogs erhalten Sie 20 Prozent ErmässigungHier direkt anmelden, den Discountcode STABU eingeben und profitieren.

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