It’s Friday I’m in love – sangen the Cure. Das passt ganz hervorragend zu einer alles ausser gewöhnlichen Stellenanzeige des Zürcher Kultlabels FREITAG. Diese feiern nämlich Geburtstag und gönnen sich zu diesem Anlass etwas ganz Grosses. 

I don’t care if Monday’s blue
Tuesday’s gray and Wednesday too
Thursday I don’t care about you
It’s Friday I’m in love

Vielleicht träumten sie ja von einem Job, der sich jeden Tag wie Freitag anfühlt. Das geht natürlich nicht. Oder doch?

It’s Friday I’m in love. Das wird sich sicher jeden Tag die oder der Glückliche sagen, welche/r sich den Traumjob schlechthin ergattert:

Executive Vice Pleasident for Global Happiness

FREITAG, das Kultlabel aus Zürich mit Adelung durch das Museum of Modern Art in New York feiert seinen 25sten Geburtstag. Das soll gebührend und, wie das Unternehmen schreibt, für einmal katerlos gefeiert werden. Statt ein paar Kisten Champagner will FREITAG ein ganzes Jahr lang das Serotonin in Strömen fliessen lassen. Zuständig dafür soll ein, ich zitiere noch einmal, «hart arbeitender» Executive Vice Pleasident for Global Happiness sein. 

Und so stellen sich die Verantwortlichen von FREITAG das vor:

 

Klingt nach einem echten Traumjob. Aber es kommt noch besser. So werden die Aufgaben in der ausführlichen Stellenanzeige im Web weiter umschrieben:

«Ob du nun neun Monate lang jeden Vormittag bei uns im Hauptquartier am Schreibtisch sitzt, jeden Abend in einer anderen Stadt eine Stunde lang im Glückseinsatz stehst oder alles in ein paar Tagen erledigt ist und alle glücklich sind: Die Dauer der Anstellung, das Pensum, der Arbeitsort und welche zusätzlichen Ressourcen benötigt werden, hängen von deiner Idee und deiner Herangehensweise ab und sind noch völlig offen. Fest steht nur, dass dein Einsatz irgendwann im Jubiläumsjahr 2019 erfolgen soll und wir für dich und deinen Bereich schon einmal um die CHF 100’000 auf die Seite gelegt haben.»

Schon cool, wie ich finde. Oder doch fast zu schön, um wahr zu sein? Ich habe einfach mal bei Lena Fisler nachgefragt, bei FREITAG zuständig für die Brand Communication. 

Lena, das klingt, um es in Eurer Sprache zu sagen, doch total F-errückt. Meint Ihr das wirklich ernst?
Lena Fisler: „Ja. Alles, ausser den Titel. Aber den kann man auch ändern, denn wie alle F-Worker entscheidet auch der „Executive Vice Pleasident for Global Happiness“ selber, was auf seiner/ihrer Visitenkarte stehen soll.“

Nach welchen Kriterien wählt Ihr aus?
Lena Fisler: „Wir sind total resultatfixiert und werden uns für jene Person entscheiden, von der wir glauben, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln am meisten Menschen möglichst viel glücklicher machen wird.“

Bei aller Coolness: FREITAG ist ja doch auch ein Unternehmen, das Geld verdienen muss. 100’000 Franken verschenkst Ihr sicher nicht einfach so. Welchen Return erwartest Du, wie soll dieser messbar sein?
Lena Fisler: „Klar geht es hier nicht darum etwas zu verschenken. Wie wir den Glückspegel messen oder vor allem wie wir die verschiedenen Ideen der Bewerber ‚forecasten‘ wissen wir noch nicht so genau. Aber generell glauben wir daran, dass wenn es ums Glück geht, das Bachgefühl zu den exaktesten Messinstrumenten gehört. Und das ist ja auch das Schöne daran.“

Da darf man doch gespannt sein, was da alles an Bewerbungen reinkommt. Eine tolle Sache, passend zum heutigen Freitag. Ich wünsche dem Executive Vice Pleasident schon einmal ganz viel Pleasure – und Lena und allen F-Workern eine Unmenge an Seratonin in diesem Jahr und überhaupt!

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