Die Werbung um neue Mitarbeitende wird noch oft, gelinde gesagt, ziemlich stiefmütterlich behandelt. Oft scheint es so, als ob lediglich die Bedürfnisse der Unternehmen zählen und diejenigen der Bewerberinnen und Bewerber dabei fast ganz ausser Acht gelassen werden. Nicht so die BLS, das zweitgrösste Bahnunternehmen der Schweiz. Der Berner Mobilitätsanbieter sorgt jetzt mit einem ganz auf die Vorteile der Stellensuchenden ausgerichteten Vorgehen für Furore.

So manche Karriere-Website tarnt ihren eigentlichen Bestimmungszweck – jenen der Werbung nämlich – ganz geschickt. Da grinsen ungeniert uniforme Stock-Gesichter in den Tag, die Texte strahlen den Textcharme von Weisungen des Steueramts aus und die Vorzüge des Arbeitgebers werden mit Floskeln geschickt nebulös gehalten. Sollen sie halt dann im Gespräch fragen, wenn sie etwas wissen wollen, die Bewerber. Und überhaupt: Wer wegen Geld kommt, geht auch wegen Geld. So weit, so gut schlecht.

 

„Bewerber wollen für sich selber etwas Gutes tun“

„Blödsinn“, sagt Christian Hurni. Er ist mit seinem Team bei der BLS (Bern-Lötschberg-Simplon Bahn) unter anderem für die Anstellung von gegen 200 neuen Mitarbeitenden pro Jahr zuständig. „Ob als Konsumenten oder als Bewerber: Für mich ist es doch zentral, welchen Nutzen ich von einer Entscheidung habe. Für mich ganz persönlich. Wir müssen akzeptieren, dass die Bewerberinnen und Bewerber sich doch nicht bei der BLS melden, weil sie uns einen Gefallen damit tun wollen. Nein, sie wollen für sich selber etwas Gutes tun: Sie möchten eine spannende Arbeit. Sich in und für ihre Region engagieren. Arbeitszeiten, die in ihre Lebenskonzepte passen. Ein Gratis-Generalabo. Lässige Arbeitskollegen und eine gute Chefin. Viel Ferien. Gute Benefits und natürlich anderes mehr. Und das ist doch völlig legitim und in Ordnung so.“ Ein entspannter Typ, dieser Hurni. Und einer, der genau weiss, was er will. Einen Arbeitgeberauftritt jenseits des bisher Üblichen zum Beispiel.

 

Personalmarketing = Kundenbedürfnisse befriedigen

Personalmarketing heisst, die Bedürfnisse der Fachkräfte kennen und befriedigen. So einfach ist das. Die BLS gehen den Weg der Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse konsequent – jetzt sichtbar in der neuen Karriere-Website. Und die hat es in sich. Interessierte können sich dort nämlich aus den knapp 20 Vorteilen, welche die BLS ihren Mitarbeitenden zu bieten hat, spielerisch jene aussuchen, die für sie am Wichtigsten sind.

 

Der BLS Vorteils-Finder

In knapp zwei Minuten kann man sich mit Hilfe des „Vorteils-Finder“ für seine persönlichen Lieblingsvorteile entscheiden – die werden dann individuell sortiert und angezeigt. Macht Spass und ist nützlich. Und mit dem Gamification-Ansatz bleiben die Vorteile klar besser in Erinnerung.

 

 

Wer sich also auf 18 Vorteilspaaren für die für sich persönlich wichtigsten Vorzüge entschieden hat, erhält nicht nur eine individuelle Auswertung, sondern auch eine Ambassadorin oder einen Ambassadoren vorgestellt. Ambassadoren sind BLS-Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Funktionen, denen ähnliche Vorlieben wichtig sind. Also so etwas ähnliches wie WHATCHADO für die Vorteile.


 

Noch Unentschlossene können sich vor einer Bewerbung mit den Ambassadoren darüber unterhalten, wie es so ist, bei der BLS zu arbeiten und wie die Vorteile in der Praxis gelebt werden. Das Gespräch zwischen Interessentin und Ambassador bleibt dabei unter vier Augen. Linienvorgesetzte oder HR werden über die Gesprächsinhalte nicht informiert. Viel authentischer und persönlicher geht es kaum.

 

Alternativen

Auch wer keine Lust darauf hat, seine Vorteile spielerisch für sich zu entdecken, findet auf der Karriere-Website die Informationen. Zur Auswahl stehen das übersichtliche Akkordeon…

 

 

 

 

 

… oder ein pfiffiges Video. Damit lassen sich in 50 Sekunden ein Dutzend der Arbeitgebervorteile erfahren.

 

 

Bei der BLS haben Interessierte nun also die Qual der Wahl – nicht nur in Sachen der Vorteile selber, sondern sogar in Bezug auf die Art und Weise, wie man sich darüber informieren möchte. Liebe BLS, das ist Spitze!

 

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