Die Swisscom gehört zu den Unternehmungen mit einem vorbildlichen Arbeitgeberauftritt und musste in der Studie „Arbeitgeberauftritt.CH“ vor kurzem nur ganz knapp der Migros den Vortritt lassen. Ich habe mich dazu kurz mit David Luyet unterhalten. Der sympathische Wirtschaftsinformatiker ist Head of HR Marketing & Strategic Workforce Management bei der Swisscom.

David, die Swisscom landet in den Top drei von über 100 analysierten Arbeitgeberauftritten. Was gefällt Dir persönlich speziell gut an Eurem Auftritt?

David Luyet: Zuallererst freut es mich natürlich, dass es Swisscom auf den zweiten Platz geschafft hat. Unser Anliegen ist es, auf verschiedenen Plattformen mit potenziellen Mitarbeitenden in Kontakt zu treten und relevante und attraktive Insights zu Swisscom als Arbeitgeberin zu vermitteln, das ist uns offenbar gut gelungen. Wenn ich ganz ehrlich bin hat mich der zweite Platz aber auch etwas erstaunt. Wir waren mit unserem Auftritt nicht mehr ganz zufrieden und haben deshalb während den letzten Wochen intensiv an einem Redesign gearbeitet. Die HR-und Kommunikationscommunity darf gespannt sein – seit dem 1. August ist die neue Karriereseite live:)

Ich bin schon einmal vorbeigesurft und muss sagen: Grossartig, da habt Ihr in der Tat noch einmal einen Zacken zugelegt. Wunderschön, oder um es in Eurem Slogan zu formulieren: Eine Karriere-Website, die begeistern wird. Da muss sich die Konkurrenz warm anziehen. Modern und aufgeräumt, das Ganze. David, Ihr zeigt auf  verschiedenen Kanälen richtige «Swisscömmler». Ist es schwierig, Mitarbeitende von einem Auftritt in der Personalwerbung zu überzeugen?

David Luyet: Überhaupt nicht – wir haben sehr engagierte Mitarbeitende, die uns als Botschafter auf unterschiedlichen Plattformen unterstützen, verzeichnen eine wachsende Blogger-Community und können auf eine grosse HR-Marketing-Friends-Familie zählen. Ich denke, viele unserer Mitarbeitenden haben erkannt, dass in der heutigen Zeit Inserate schalten nicht mehr ausreicht, um die gesuchten Fachkräfte zu Swisscom zu holen, und so können wir bei HR- und Kommunikationsprojekten auf eine breite Unterstützung aus der Linie bauen.

Foto DavidDie Mitarbeitenden sind also enorm wichtige Botschafter und Multiplikatoren. Doch bis auf weiteres bleiben auch die online-Stelleninserate wichtig. Ihr verwendet Inserate, die reichlich Informationen und Animationen enthalten. Brutal aufwändig, oder?

David Luyet: Unsere Inserate haben wir vor einiger Zeit überarbeitet und unsere Recruiter sind mittlerweile sehr erfahren im Gestalten und Texten von Inseraten. Insofern hält sich der Aufwand in Grenzen. Mit dem neuen Karriereauftritt werden wir allerdings viele Informationen von den Inseraten auf die Karriereseite verlagern. Diese werden wir auch in Zukunft regelmässig überprüfen und à jour halten. Denn auch hier gilt: ein starker Arbeitgeberauftritt lebt von der Aktualität und Relevanz der Inhalte für die jeweiligen Zielgruppen.

Bei der Swisscom kommen Personal und Produktwerbung wie aus einem Guss. Welche Rolle spielt bei Euch die Kommunikationsonsabteilung bzw. das Marketing?

Eine sehr grosse Rolle. Wir arbeiten sehr eng mit der Kommunikationsabteilung und dem Marketing zusammen und haben mit Ingrid Dohme eine Kommunikationsexpertin, die uns in HR-Marketingprojekten tatkräftig unterstützt und berät. Letztendlich geht es darum, Synergien und Expertenwissen optimal zu nutzen und sich gegenseitig in Projekten zu unterstützen. Das klappt bei Swisscom sehr gut.

Das sieht man, in der Tat. Die Swisscom, David, ist gross, in allen Sprachregionen zu Hause und hat doch einen spritzigen, echt guten Auftritt. Das ist sicher alles andere als einfach zu realisieren. Dein Ratschlag an HR-und Kommunikationskolleginnen und -kollegen, die ihren Arbeitgeberauftritt verbessern wollen?

David Luyet: Für mich klar an erster Stelle: authentisch sein. Der Auftritt soll die Werte und die Unternehmenskultur spürbar machen und der Zielgruppe relevante Insights vermitteln in Bezug auf die beruflichen Möglichkeiten. Die Zeiten von Stockfotos und austauschbarem Content sind meiner Meinung nach vorbei. Basis dafür ist eine klare Arbeitgeberpositionierung.

Was auch sehr wichtig ist: die Kontaktaufnahme für potenzielle Mitarbeitende so einfach wie möglich machen. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten schätzen die vielfältigen Möglichkeiten, mit Swisscom in Dialog zu treten: so zum Beispiel via Chat, Social Media oder unsere Recruiting Hotline.

Und mein letzter Rat: wer lacht, gewinnt – eine Prise Humor darf also definitiv nicht fehlen.

Das perfekte Schlusswort! Dank, lieber David, und weiterhin viel Erfolg.